WIE KÖNNEN SIE SICH BETEILIGEN?

KuN ist eine 100% ehrenamtliche Initiative, die seit 2010 nur durch die Mitwirkung von Aktiven lebt. Wir können IMMER Hilfe gebrauchen von Leuten, die sich organisatorisch einbringen möchten (Veranstaltungen konzeptionieren, planen und durchführen), die sich mit bestimmten Themen der Nachhaltigkeit auskennen (E-Mobilität, Bürgerenergie, Permakultur, Solidarische Landwirtschaft, etc.) oder aber auch "nur" ab und zu als handfeste "Zupacker" bei Gartenarbeit und/oder Auf- und Abbau bei Veranstaltungen fungieren mögen.
Vielleicht ist das ja etwas für SIE / DICH / EUCH!
Bei Interesse melden Sie sich doch unter 0170-7327191 oder kultur.und.natur@gmx.de ...

Wir freuen uns auf "Verstärkung"!

Nächste TERMINE:

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Offene Gesprächsrunden:
17.10. findet statt
31.10. entfällt -Feiertag
14.11. findet statt
28.11. findet statt
12.12. findet statt
26.12. entfällt -Weihnachten

(immer 19.30 Uhr an der Grundschule Drüpplingsen, 1 OG, Eichelberger Str. 65, 58640 Iserlohn) ab jetzt wieder DIENSTAGS

Offene DRUMS, PERCUSSIONS & Experimental Jam Sessions IMMER DONNERSTAGS ab 19.00 Uhr:

Da sich nun eine engagierte kleine Crew (Stefan und Mitstreiter) gefunden hat, die Trommel und Musik-Jams gemeinschaftlich zu leiten, findet die Veranstaltung nun wieder regelmässig donnerstags Abends statt.


PERMAKULTUR GARTEN am Bio Hof Ostholt in der Grürmannsheide: Offene Runde JEDEN 1. Samstag im Monat

NEWSLETTER: Im Falle, dass Sie unsere Newsletter noch nicht bekommen, können Sie sich unter 0170 7327191 oder kultur.und.natur@gmx.de melden und sich unsere Veranstaltungshinweise zusenden lassen.


EVENTS:
30 + 31.10
Trommelworkshops mit Sidy Koite (mehr Infos in den aktuellen Posts)

4.11
TIPP: Demo zur Klimakonferenz in Bonn

07.11 ab 18.30 Uhr:
Biologische Haarpflege - Chemie auf dem Prüfstand


11.11
Grossdemo zur Klimakonferenz in Bonn
+ Mive2017: E-Mobil Treffen zur Klimakonferenz in Bonn

14.11 ab 19.30 Uhr:

E-Mobil Erfahrungsaustausch i3




Weiterführende Infos zu den Veranstaltungen finden Sie weiter unten in den Posts, im Blogarchiv oder rechstseitig in den Linklisten

Freitag, 26. Februar 2016

Vortrag von Peter Donatus war ein voller Erfolg



Fotos: Bernd Paulitschke

Vor vollem Haus referierte Peter Donatus über die Zusammenhänge von Ökozid, Klimawandel, Recourssenausbeutung und nicht abreissen wollenden Flüchtlingsströmen. Selbst die anfangs grössten Kritiker seiner Position verliessen schliesslich sichtlich berührt und nachdenklich den Ort des Geschehens.

Die Veranstaltung war ein grosser menschlicher Erfolg!

Donnerstag, 25. Februar 2016

Glyphosat: EU will das umstrittene Herbizid für weitere 15 Jahre zulassen

Entgegen aller Warnungen, Studien und Kampagnen gegen das Herbizid will die EU nun das Mittel für weitere 15 Jahre im Umlauf halten.
Einen der grössten Profiteure dieser Entscheidung dürfte dies freuen: Monsanto ...  

http://www.wz.de/home/politik/inland/pflanzengift-glyphosat-soll-um-weitere-15-jahre-zugelassen-werden-1.2131995

Die Behörde die diese Entscheidung auf EU Ebene massgeblich trifft ist die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)
LOBBYCONTROL (https://www.lobbycontrol.de/) und andere Initiativen sehen zu viele personelle Verstrickungen der Behörde mit den Infrastrukturen der Chemie- und Gentechnikindustrie:
https://lobbypedia.de/wiki/Europ%C3%A4ische_Beh%C3%B6rde_f%C3%BCr_Lebensmittelsicherheit

Ein ähnliches Problem sieht man auch in den Vereinigten Staaten. Dort heisst die Behörde FDA ... Das Prinzip und die Verwicklung scheint aber die Gleiche:

  (Quelle: https://gmo-awareness.com/all-about-gmos/gmo-fda/)

KLICKEN SIE AUF DAS BILD UM ES ZU VERGRÖSSERN!

MAI 2016: Der Kapitalismus steht nun vor Gericht ... Ist er ein Verbrechen???



Unsere Wälder werden abgeholzt, die Meere leergefischt, Menschen ausgebeutet, Arten vernichtet, Gifte gelangen in Böden, Gewässer, in Tierfutter, Trinkwasser und Nahrung, Medien stehen in der Kritik ihre Neutralität zu verlieren, Politiker beschuldigt mehr dem Kapital als dem Gemeinwohl zu dienen, Konzernen wird vorgeworfen selbst Politik zu bestimmen, Menschen in anderen Ländern verhungern, Kriege und Konflikte entstehen überall auf der Erde, Armut bestimmt das Leben von unzähligen Kindern und Jugendlichen, Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, Atommüll lagert in unsicheren Stätten, Klimagase beschleunigen täglich den Klimawandel ...

Dies könnte man sagen ist irgendwie die Welt in der wir leben. Aber was ist es was unsere Welt dazu gemacht hat was sie heute ist. Ist vielleicht der Kapitalismus an all diesen Entwicklungen schuld?

Ab Anfang Mai steht er in Wien vor Gericht. Hunderte Anklagen werden verhandelt.
Dies könnte die Zentrale Frage des 21. Jahrhunderts sein. Fragen auch Sie! Verfolgen Sie den Verlauf der Verhandlung! Oder klagen Sie auch selbst noch an!

www.capitalismustribunal.org/de



Mittwoch, 10. Februar 2016

Kann Wirtschaft Flüchtlinge hervorbringen? VORTRAG mit Peter Donatus am 23.02 um 20 Uhr bei KuN


Kriegsflüchtlinge ... ja, die dürfen rein ... natürlich nur wenn sie sich "benehmen"!!!

Das ist der derzeitige Status Quo in Deutschland und anderen Industrienationen.
Diese Menschen können froh sein, dass wir sie überhaupt aufnehmen ... Aber wir können selbstverständlich nicht für alle die Verantwortung übernehmen ... natürlich!

Schlimm, dass die sich da unten alle gegenseitig bekämpfen.
Tatsächlich glauben wohl wirklich viele Manschen im reichen "Westen", dass wir gütig alles tun was in unserer Macht steht und das auch irgendwann mal Schluss sein muss.

Kaum einer redet über die Fluchtursachen, die Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge.

Peter Donatus tut dies mit seinem Vortrag:


Das Unwort „Wirtschaftsflüchtlinge!“: Flucht und Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik
- Eine afrikanische Perspektive auf Flucht und Migration -

Der Flüchtlingsexodus reißt nicht ab. 60 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Nach dem Motto „kommt der Prophet nicht zum Berg …“ erlebt Europa einen noch nie dagewesenen Zustrom von Zuflucht-Suchenden. Deutschland und Europa sind aufgrund eines solchen Flüchtlingsstroms in einer existenziellen Krise. „Wenn Europa in der Flüchtlingsfrage versagt, dann ginge ein entscheidender Gründungsimpuls eines geeinten Europas verloren.”, so Bundeskanzlerin Angela Merkel am 9. Sept. 2015 bei einer Bundestagsgeneraldebatte.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war Flucht und Migration so teuer, bürokratisch, qualvoll und lebensgefährlich wie heute. Die meisten Menschen aus der sog. „Dritten Welt!“ haben kaum noch Chancen, legal nach Europa zu reisen. Die Bilanz jahrzehntelanger Abschottungspolitik der EU ist traurig: über 30.000 im Mittelmeer ertrunken in den letzten 20; allein für das letzte Jahr 3.695 Tote.

Warum flüchten so viele Menschen nach Europa? Oft werden Kriege, bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, politische Instabilität, Diskriminierung und Armut genannt. Doch es gibt auch die Folgen der Klimaveränderung und des Ökozids - die Zerstörung von Lebensgrundlagen durch rücksichtlose Ausbeutung von Rohstoffen sowie die Subventionspolitik westlicher Industriestaaten. Kritikerinnen fordern daher die Internationale Staatengemeinschaft seit langem auf, den Ökozid als fünftes "Crime against Peace“ anzuerkennen.

In vielen Regionen Afrikas werden beispielweise Ökosysteme systematisch zerstört. Im Namen der Profitmaximierung und der Sicherung und Ausweitung des Wohlstands im Westen. Das Leben in den meisten rohstoffreichen Regionen Afrikas ist unerträglich geworden, so dass viele verzweifelt ihre Heimat verlassen. Diejenigen, die seinetwegen aus ihrer Heimat fliehen, werden jedoch vom Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention ausgeklammert. Sie gelten meist als sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“. Die Armut im erdölreichen Niger-Delta Nigerias z. B. ist die direkte Folge eines Ökozids. Dort geht die Verwüstung der Umwelt ungehindert fort. Man spricht bereits von einem beispiellosen Ökodesaster. Und, ein Ende ist nicht in Sicht.

Kann eine Politik scheinheiliger sein, die Menschen als „Wirtschaftsflüchtlinge“ klassifiziert ohne die verantwortlichen „Wirtschaftskriminellen“ zu benennen und strafrechtlich zu verfolgen? Und die Frage drängt sich auf: Wer sind eigentlich die Wirtschaftskriminellen, die die Lebensgrundlagen von Menschen in Afrika vernichten und diese zur Flucht zwingen? Die Wirtschaft?! Die Wirtschaft aber sind letztlich wir alle.

Mit beeindruckenden, aber auch bedrückenden Bildern verdeutlicht Peter Donatus die wahren Gründe für die Massenflucht insbesondere junger Menschen aus dem Niger-Delta in die nigerianischen Großstädte oder gleich ins Ausland. Der 49-jährige ist freier Journalist, Projekt- / Eventmanager und Menschenrechtsaktivist und als Umweltaktivist und langjähriger Kritiker des Shell-Konzerns kämpft er seit mehr als drei Jahrzehnte gegen die Umweltverwüstung und somit die Vernichtung von Lebensgrundlagen im Nigerdelta von Nigeria durch Ölmultis. Peter Donatus, selbst einst aus der Region geflüchtet, wirft den Ölmultis in Nigeria Ökozid und Rassismus vor.

„Der Klimawandel und der Ökozid sind für mich die größten und wichtigsten Fluchtursachen weltweit. Es ist unzutreffend, hier von „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu sprechen. Der Begriff an sich ist ein Unwort. Ein Ablenkungsmanöver, das dazu dient, die betroffenen Opfer zu diffamieren und die Folgen der wirtschaftskriminellen Aktivitäten westlicher Konzerne zu vertuschen“, so Peter Donatus.

Peter Donatus ist vor 26 Jahren nach mehrmonatiger Incommunicado-Haft aus Nigeria geflüchtet. Seither lebt er in Deutschland. Seine anderen Arbeitsschwerpunkte sind: Migration und Flüchtlingspolitik, u. a.